11. Historische Nachtwanderung in Hönow
Über 140 interessierte “Hönower“ und Gäste aus den Nachbargemeinden waren am 06.04.2018 der Einladung von Zimmermann Günter Wolf und Prof. Dr. Menzel zur 11. Historischen Nachtwanderung auf den Hof der bekannten Alten Bäckerei in die Dorfstraße 38 gefolgt. Dass es so viele Interessierte waren, lag sicherlich am besonderen Thema:
„Das Schulwesen in Hönow seit 303 Jahren“. Viele der Anwesenden kamen selbst mit eigenen Erlebnissen.
Zimmermann Günter Wolf begrüßte die Anwesenden, bedankte sich bei den fleißigen Vorbereitern, Sponsoren und erläuterte den Ablauf.
Wie schon in den vergangenen Jahren wurden wieder zuvor nach hauseigenen Rezepten Brote gebacken. Fleißige Helferinnen vom Verein der Gartenfreunde “zauberten“ leckere Kräuterstullen. Auch an kostenlosen Getränken und einem warmen Eierpunschgetränk zur Stärkung fehlte es nicht.
Es folgte ein von Prof. Dr. Menzel aufwendig ausgearbeiteter historischer Filmbeitrag über die Entwicklung des Schulwesens in Hönow. Die Schulentwicklung, wie zu erfahren war, nahm mit dem Küster Andreas Zimmermann in Hönow im Jahr 1715 ihren Anfang. Einen besonderen Einblick in die Schulgeschichte erlangten die Zuschauer über die gezeigte historische Zeittafel und durch viele eindrucksvolle Schulbilder.
Auch ein Interview mit dem Bürgermeister von Hoppegarten, Kasten Knobbe, zum Stand der Bauvorbereitung der dringend benötigten neuen Schule in der Siedlungserweiterung im OT Hönow wurde von Prof. Dr. Menzel im Film gezeigt. Die Zuschauer erfuhren noch einmal vom Bürgermeister, dass seitens der Gemeinde an der Schuleinweihung 2019/20 festgehalten wird.
Prof. Dr. Menzel beendete seinen Filmbeitrag mit der Lesung in lyrischer Form einiger vom ersten Ortschronisten und Lehrers Hönows, Oswald Meyers verfassten Verse.
Neben den Erzählungen von Rechtsanwalt Wolfgang Schüler, rechts im Bild, hörten alle aufmerksam den Anekdoten der ehemaligen Schuldirektorin Hannelore Teinzer, linkes Bild auf der nächsten Seite, zu, welche sich an ihre erste Musikstunde 1979 in Hönow, eine Abschlussfeier, die Putzfrau Maria und anderes erinnerte und dafür sehr viel Applaus erhielt.
Zum weiterer besonderen Höhepunkt des Abends gehörten die „Live-Interviews“ weiterer Zeitzeugen: Auch die Rektorin der Gebrüder-Grimm-Grundschule, Elke Heitmann, im Bild unten rechts neben Prof. Dr. Menzel, berichtete über ihre Schule, in der z.Z. 437 Schüler in 19 Klassen unter teils schwierigen räumlichen Bedingungen unterrichtet werden.
Erstes Ziel der Nachtwanderung war die ehemalige Gaststätte Hörnicke in der Dorfstr. 41a, in der im Zeitraum von 1955 bis 1962 zwei Räume zu unterrichtszwecken genutzt wurde. Dann führte der Fußmarsch in Richtung Dorfanger mit einem kurzen Halt an der Dorfstraße 7, wo Kinder des 1. und 2. Schuljahres bis 1945 unterrichtet wurden, und sich sowohl ein Sportplatz als auch eine provisorische Turnhalle in einer Scheune eingerichtet waren.
Letztes, doch sehr bedeutendes Abendziel führte die “Nachtwandergruppe“ zum Gebäude der ev. Kirchengemeinde in die Dorfstraße 42. Günter Wolf und Heinz Köbke, im Bild unten, erläuterten gemeinsam zuerst vor der ehemaligen Schule die geschichtliche Entwicklung.
Nach 247 Jahren wurde im Jahr 1962 in diesem Gebäude auf dem Dorfanger der Schulbetrieb beendet und in die Kaulsdorfer Str. verlegt.
Mit der Besichtigung des ehemaligen Schulgebäudes und des Anbaus, indem sich heute die ev. Pfarrgemeinde, im Anbau der Schützenverein Hönow e.V. und die Heimatstube befinden, endete die Nachtwanderung 2018.
Ruppert, AK Ortsgeschichte Hönow, 13.4.2018












